bidirektionaler Dioden-Thyristor
Ein bidirektionaler Diodenthyristor, auch als DIAC (Dioden für Wechselstrom) bekannt, ist ein spezialisierter Halbleiterbaustein, der elektrischen Strom in beide Richtungen leitet, sobald eine bestimmte Durchbruchspannung erreicht ist. Dieses vielseitige Bauteil fungiert als bidirektionaler Schalter und ist daher besonders wertvoll in Wechselstromschaltungen. Der Baustein verbleibt im Zustand hoher Widerstandsfähigkeit, bis die angelegte Spannung seine Durchbruchschwelle überschreitet. Danach wechselt er in einen niederohmigen Leitungsmodus. Diese besondere Eigenschaft ermöglicht den Stromfluss unabhängig von der Polarität und macht ihn somit ideal für Zündanwendungen. Die interne Struktur besteht aus vier Halbleiterschichten, die in einer p-n-p-n-Konfiguration angeordnet sind und drei p-n-Übergänge bilden. Sobald die angelegte Spannung den Durchbruchpunkt erreicht, der typischerweise zwischen 20 und 40 Volt liegt, geht das Bauteil in den leitenden Zustand über und ermöglicht den Stromfluss, bis die Spannung unter das Haltestromniveau sinkt. Dieses Verhalten macht bidirektionale Diodenthyristoren zu wesentlichen Bestandteilen in Dimmerschaltern, Motorgeschwindigkeitsreglern und verschiedenen Leistungssteueranwendungen, bei denen eine präzise Spannungszündung erforderlich ist.